Designer für Windows Presentation Foundation-Projekte
Mit dem Windows Presentation Foundation (WPF)-Designer können Sie WPF-Anwendungen und benutzerdefinierte Steuerelemente in der IDE erstellen. Der WPF-Designer kombiniert die Echtzeitbearbeitung der XAML (Extended Application Markup Language) mit einer verbesserten grafischen Entwurfszeiterfahrung. Ein neues WPF-Projekt erstellen Sie, indem Sie
- aus dem Menü Datei den Befehl Neu/Projekt auswählen
- im Dialog, der jetzt erscheint, unter Projekttypen den Eintrag Windows wählen und unter Vorlagen den Eintrag EPF-Anwendung.
- unter Name einen neuen Namen für Ihr Projekt bestimmen, ebenso den Speicherort und anschließend auf OK klicken, um das neue WPF-Projekt bearbeiten zu können.
Der WPF-Designer unterscheidet sich vom Windows-Forms-Designer grundlegend. Anders als beim Windows-Forms-Designer kann der Aufbau eines WPF-Forms in einer so genannten XAML-Datei gespeichert werden – der Aufbau eines WPF-Forms nur durch reinen Code wie beim Windows-Forms-Designer ist natürlich ebenfalls möglich; die Trennung zwischen Code und Aufbaubeschreibung macht es jedoch möglich, dass ein beauftragter Designer unabhängig vom Entwickler der Formularlogik das Formular designen kann.
Dem Thema WPF ist ein eigenes Kapitel in diesem Buch gewidmet (siehe Kapitel 11). Die hier beschriebenen Features und Vorgehensweisen sollen nur einen kurzen und groben Überblick über die Neuheiten aus IDE-Sicht bieten.
Die folgenden Features sind im WPF-Designer neu.
- Mithilfe der SplitView-Funktionalität können Sie Objekte im grafischen Designer anpassen und die Änderungen des zugrunde liegenden XAML-Codes direkt anzeigen lassen. Entsprechend werden Änderungen am XAML-Code sofort im grafischen Designer umgesetzt. Abbildung 2.7 vermittelt Ihnen einen Eindruck davon.
Da der WPF-Designer lange nicht über den gleichen Funktionsumfang wie der Windows Forms-Designer verfügt, ist dieses erste Feature auch gleichzeitig sein bestes: In vielen Fällen ist es leichter, den für den Formularaufbau erforderlichen XAML-Code zu erstellen, als zu versuchen, beispielsweise Steuerelementekombinationen mit dem Designer interaktiv zusammenzuklicken. Aus diesem Grund werden wir später, ab dem 11. Kapitel, das Augenmerk auch mehr auf XAML an sich als auf den Umgang mit dem Designer legen.
Eine viel bessere Alternative zum eingebauten WPF-Designer ist das Tool Expression Blend, mit dem Sie sogar WPF-konform interaktiv Animationen erstellen können – ein Feature, das der eingebaute Designer überhaupt nicht unterstützt. Mehr zum Thema Expression Blend erfahren Sie unter http://www.microsoft.com/expression/.
 Abbildung 2.7 Der WPF-Designer bietet Split-View-Funktionalität: Grafische Änderungen werden direkt in XAML-Code umgesetzt, Änderungen im XAML-Code spiegeln sich direkt in der grafischen Repräsentation wieder.
- Im Fenster Dokumentgliederung können Sie den XAML-Code bei vollständiger Auswahlsynchronisierung zwischen Designer, Dokumentgliederung, XAML-Editor und Eigenschaftenfenster anzeigen lassen und darin navigieren.
- IntelliSense im XAML-Editor ermöglicht den schnellen Codeeintrag. IntelliSense unterstützt jetzt selbstdefinierte Typen.

Abbildung 2.8 Der XAML-Editor verfügt über volle IntelliSense-Unterstützung
- Rasterlinien können den Rastern im Designer hinzugefügt werden, um die einfache rasterbasierte Platzierung von Steuerelementen zu ermöglichen.
- Steuerelemente und Text können leicht an Ausrichtungslinien ausgerichtet werden.
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Der Designer unterstützt jetzt das Laden der von Ihnen definierten Typen. Dazu gehören benutzerdefinierte Steuerelemente und Benutzersteuerelemente.
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Sie können das Laden großer XAML-Dateien abbrechen.
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Die Entwurfszeiterweiterung unterstützt Entwurfsmodus und Eigenschaften-Editoren.
Dem Thema WPF ist ein eigener Buchteil gewidmet, der sich auch ein wenig näher mit dem WPF-Designer auseinandersetzt. Ab Kapitel 11 finden Sie Näheres zu diesem Thema.
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