Migration VB6 auf VB.NET -
Unterschiede in der Variablenbehandlung

Los geht es mit den Elementen des Entwickelns, die Sie am häufigsten benötigen, den primitiven Variablen und Arrays. »Primitive Variablen« meint dabei übrigens die »eingebauten und fest verdrahteten« Variablentypen in Visual Basic, wie Integer, Double, String, Boolean etc. Und schon hier gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl an Unterschieden.

Veränderungen bei primitiven Integer-Variablen – die Größen von Integer und Long und der neue Typ Short

Mal davon abgesehen, dass es einige Variablentypen in VB2005 nicht mehr gibt und viele neue hinzugekommen sind, haben sich einige Variablentypen auch verändert.

Integer- und Short-Variablen

Integer-Variablen verfügen nunmehr über einen 32-Bit-breiten vorzeichenbehafteten Darstellungs-bereich, anders als in VB6, wo sie mit 16-Bit auskommen mussten.

Damit stellen sie in VB2005 den Bereich von -2.147.483.648 bis 2.147.483.647 dar, im Gegensatz zu VB6, bei dem sich der Bereich nur von -32.768 bis 32.767 erstreckte. 16-Bit vorzeichenbehaftete Datentypen werden in VB2005 durch den Datentyp Short dargestellt – Short in VB2005 entspricht also Integer in VB6.

Long-Variablen

Das was Long-Variablen in VB6 waren sind sie jetzt in Form von Integer in VB2005. Long gibt es aber auch in VB2005, nur basiert er hier auf 64 und nicht auf 32 Bit. Sein Darstellungsbereich er-weitert sich also auf -9.223.372.036.854.775.808 bis 9.223.372.036.854.775.807. Oder im Klartext gesprochen von rund minus 9,2 Trillionen auf plus 9,2 Trillionen.

 

Anekdoten aus der Praxis

Ein Schulungsteilnehmer fragte mich in diesem Zusammenhang, wo denn bitteschön in der Praxis mit so hohen Werten hantiert werde. Ich musste diese Frage erst gar nicht beantworten, denn ein Kollege reagierte prompt und fragte ihn: »Wie viele Bytes hat denn deine 300 GByte-Festplatte, die du dir gestern neu bestellt hast?« Er antwortete triumphierend: »300 Millionen, und da komme ich doch locker mit 32-Bit hin.« Sein Kollege entgegnete ihm: »300 Millionen, wow, da kannst du ja dann eine halbe CD drauf speichern!« Der gute Mann hatte kurzerhand drei Zehnerpotenzen unterschlagen und hätte die Kapazität seiner Festplatte in Bytes natürlich nicht mit einem 32-Bit-Wert darstellen können.
 

weiter>>

Für weitere Informationen finden Sie hier
eine Zusammenstellung hilfreicher Lektüre.

oder mailen Sie uns unter info@activedevelop.de.